Basel im 2. Weltkrieg

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Ausstellung «Grenzfälle»

Im Mai 2020 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa zum 75. Mal. Zu diesem Anlass präsentiert das Historische Museum Basel vom 21. August 2020 bis 28. März 2021 eine Sonderausstellung über Basel in der Zeit des Nationalsozialismus. Spannend für Schülerinnen und Schüler könnte nebst der Ausstellung selbst ein Werkstattgespräch sein, in dem es darum geht, wie NS-Objekte in einem Museum präsentiert werden können, oder eben nicht (auf Anfrage). Offizielle Angebote für Schulklassen (Material)

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Weiterbildungen

Passend zur Ausstellung und zum Thema finden im Frühjahr 2021 am Pädagogischen Zentrum PZ.BS zwei Weiterbildungen zum didaktischen Umgang mit der Shoah in der Schule statt:

  • Holocaust – ein anspruchsvolles Unterrichtsthema, mit Christine Althaus, Di, 13.4./20.4./27.4./4.5.2021, 17.30–19.30 Uhr (Anmeldung für Kurs-Nr. 21-106-07)
  • Verfolgt und vertrieben – lernen mit Biografien zum Holocaust mit Christian Mathis und Urs Urech, Mi, 17.3.2021, 15.30–19.00 Uhr (Anmeldung für Kurs-Nr. 21-106-06)

 

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App

Empfehlenswert (fürs Fernlernen oder im Unterricht) ist die App «Fliehen vor dem Holocaust. Meine Begegnung mit Geflüchteten», die mit interaktiven Modulen für den Geschichtsunterricht auf der Oberstufe vertieftes Lernen ermöglicht. Das Projekt entstand aus der Zusammenarbeit zwischen der PH Luzern und erinnern.at und hat zum Ziel, Wissen zu vermitteln, Perspektiven sichtbar zu machen und die Arbeit mit historischen Quellen zu üben.

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Quellen

Es existiert viel Material zu diesem Thema für die kriegsführenden Länder. Für die Schweiz gibt es wenig massgeschneidertes Material, obwohl die Situation hier keineswegs dieselbe war.

  • Für die Schweizer Flüchtlingspolitik war 1945 kein Enddatum, sondern Teil der längerfristigen Politik im Umgang mit Menschen von anderswo. Dafür bietet die DVD «ÜberLebenErzählen» (erhältlich in der Bibliothek PZ.BS) eine Sammlung von Interviews (Deutsch und Französisch, jeweils in der anderen Sprache untertitelt) mit Menschen, die spezifisch über ihren Weg in die Schweiz (oder eben nicht bis in die Schweiz) berichten. Ein Begleitheft formuliert Ideen für die Umsetzung im Unterricht.
  • Basel als Grenzkanton: Auch für diese historische Ausgangslage gibt es Material für den Unterricht. Die Gemeinde Riehen gibt auf ihrer Website Einblick in die Zeit des 2. Weltkriegs. Dazu gibt es ein Buch und eine DVD (erhältlich in der Bibliothek PZ.BS): Orte der Erinnerung (Buch) und Bilder der Erinnerung (DVD) mit «Geschichten und Geschichte der Grenzregion Basel 1933–1945», die ebenfalls spezifisch für Schulen der Oberstufe zusammengestellt worden sind. Die DVD des Staatsarchivs Basel-Stadt zeigt den «Alltag einer Grenzstadt 1931–1941» mit zwölf Dokumentarfilmen über diese Zeit.
  • Wer nur ein einziges Dokument ins Zentrum stellen möchte, nimmt vielleicht den Brief von Georgine Gerhard: Eine Baslerin, die im November 1938 Heinrich Rothmund einen Brief schrieb, mit dem sie 300 jüdischen Kindern das Leben rettete. Beitrag von Antonia Schmidlin