Nachteilsausgleich

Schülerinnen und Schüler sowie Lernende mit einer Behinderung oder Entwicklungsstörung haben Anspruch auf den so genannten Nachteilsausgleich. Die Fachstelle Förderung und Integration (FFI) prüft, ob die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die Basisinformationen zum Nachteilsausgleich finden sich auf der Webseite der Volksschulen.

Für wen?
Nachteilsausgleich bedeutet, dass die Beeinträchtigungen eines Schülers oder einer Schülerin respektive eines oder einer Lernenden bei Prüfungen berücksichtigt werden. Der Nachteilsausgleich verändert nur die Form und die äusseren Bedingungen der Prüfungssituation. In Bezug auf die Leistungsanforderung werden die betroffenen Kinder oder Jugendlichen wie alle anderen Schülerinnen und Schüler respektive Lernenden bewertet.

Wer entscheidet?
Damit ein Nachteilsausgleich gewährt werden kann, muss ein schriftliches Attest der Fachstelle Förderung und Integration vorliegen. Für das Einholen des Attests respektive die Abklärung der Entwicklungsstörung oder Behinderung sind die Eltern oder die volljährigen Lernenden selber verantwortlich. Sie müssen den Antrag auf Ausstellung eines Attests auf einem von der FFI vorgegebenen Formular stellen. Das Attest ist in der Regel für Primarschülerinnen und -schüler zwei Jahre lang gültig, ab Sekundarstufe und für Lernende bis zum Ende der Schulzeit oder Ausbildung.

Auf welcher Grundlage entscheidet die FFI?
Diagnosen und Befunde werden je nach Behinderung oder Entwicklungsstörung von verschiedenen Fachpersonen oder Fachstellen des Kantons Basel-Stadt erstellt (Schulpsychologischer Dienst, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst, Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, UKBB, Logopädinnen und Logopäden). Die FFI überprüft den Antrag sowie den Befund der qualifizierten Fachstelle oder Fachperson auf Vollständigkeit. Die FFI berät die Schulen bei den Massnahmen für einen Nachteilsausgleich.

Rolle der Lehr- und Fachpersonen?
Wenn Lehr- oder Fachpersonen einen Nachteilsausgleich für einen Schüler oder eine Schülerin in Betracht ziehen, informieren sie die Eltern oder volljährigen Lernenden über den Rechtsanspruch eines Nachteilsausgleich und verweisen sie an die zuständige Fachperson oder -stelle. lm Zeugnis erfolgt kein Eintrag über den Nachteilsausgleich.

Volksschulen

Soshya Kaufmann Crain
Fachbeauftragte Nachteilsausgleich
Münzgasse 16
4051 Basel
Telefon: +41 61 267 84 77
Mail: E-Mail