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«Wer unterrichtet hier?»

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Ein Schüler rät

Joel beendet im kommenden Sommer das Gymnasium Kirschgarten. In seiner Freizeit beschäftigt er sich nicht nur gerne mit der Chemie, sondern schaut auch regelmässig japanische Animes. Seine erste Reaktion auf das Klassenzimmer: Das ist total meine Welt!

«Das Zimmer sieht so spannend aus – ich weiss gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Als Erstes fallen mir die Kanjis auf, das sind japanische Schriftzeichen. Ich sehe ein Zimmer vor mir mit einem grossen und geordneten Regal. Auf dem Regal hat es diverse Vasen, Teller und Figuren im asiatischen Stil. Ansonsten ist es geschmückt mit Dutzenden von Büchern, die ebenfalls asiatische Schriftzüge haben. Ich erkenne aber auch Bücher mit europäischer Schrift.

Neben dem Regal fallen mir die Einzelplätze auf. Wir haben die gleichen, da diese in Corona-Zeiten komfortabler sind. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies ein Fremdsprachen- oder Geschichtszimmer ist. Ich glaube es ist klar, dass diese Lehrperson Fan der asiatischen Kultur ist. Als ich das Zimmer sah, musste ich an einen Lehrer von mir denken, da dieses Zimmer perfekt zu ihm passen würde. Ich sehe ihn vor mir, wie er uns Einblicke in die chinesische Geschichte gibt.

Ich schwanke, ob dieses Klassenzimmer im Gymnasium am Münsterplatz oder Leonhard ist. Für mich ist aber klar, dass das Leo eine «arty» Schule ist und das am Münsterplatz eher das Sprachengymi. Aus diesem Grund tippe ich aufs Münster. Damit ist für mich auch klar, dass die Schülerinnen und Schüler in diesem Zimmers in meinem Alter sein müssten. Für eine Sek wäre das Zimmer sowieso viel zu ordentlich. Wenn ich nochmal an eine Lehrperson in diesem Zimmer denke, bin ich mir sicher, dass die Person ordentlich und der Unterricht strukturiert ist. Darauf komme ich wegen der Sauberkeit des Regales.  

Ehrlich gesagt wär ich gerade sehr gerne in diesem Zimmer, da ich gerne alles näher anschauen möchte. Ich bin ein Riesen-Fan der asiatischen Kultur und vor allem der von Japan. Mein Schulzimmer würde ich sofort gegen dieses eintauschen. Dieser Raum gibt mir wegen des Regales das Gefühl, in einer Bibliothek zu sein. Für mich gilt «Bibliothek=Ort des Lernens und der Ruhe», ich könnte mich hier sicher besser konzentrieren. Dieses Zimmer ist definitiv nicht konventionell, es sollte mehr solche geben.»

Aufgezeichnet von Lara Zimmermann
Foto: Grischa Schwank

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