Sie sind hier: Startseite / Publikationen / Basler Schulblatt / «Wer unterrichtet hier?»

Artikelaktionen

«Wer unterrichtet hier?»

Bild Legende:

Eine Schülerin rät

Quinn geht in die 3. Klasse der Sekundarschule Sandgrube und besucht nach den Ferien ein Gymnasium. Die gelb-blauen Willkommensschilder mit kyrillischen Buchstaben machen ihr schnell klar, dass in diesem Zimmer ukrainische Kinder unterrichtet werden.

«Das Erste, was mir auffällt, sind die Buchstaben an der Wand und die Willkommensschilder in Farben der ukrainischen Flagge. Es könnte sein, dass dies ein Primarschulzimmer ist, in dem ukrainische Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Das Zimmer ist ziemlich leer und eintönig. Deshalb ist es vielleicht doch eher ein Kleinklassenzimmer. In der Primarschule sind Klassenzimmer viel farbenfroher, mehr dekoriert, und es hätte auch Bilder. Wir hatten auf den Buchstaben auch Zeichnungen, damit wir sie einfacher lernen konnten. Ist es ein Zimmer für ukrainische Teenager? Es könnte in der Sekundarschule Theobald Baerwart sein, da das Gebäude dort älter ist. Der dunkle Holzbalken passt zwar nicht zu einem frisch sanierten Schulhaus. Da das Zimmer sehr klein ist, denke ich, dass hier um die 10 bis 15 Schülerinnen und Schüler Unterricht haben. Ich möchte nicht interpretieren, ob hier eine Frau oder ein Mann unterrichtet, da ich nicht in solchen Stereotypen denke. Trotzdem glaube ich, dass die Lehrperson idealerweise zweisprachig ist, wie bei uns. Wir haben auch zwei ukrainische Teenager neu in unserer Klasse. Die Kinder in diesem Schulzimmer sind sicher viel fokussierter auf die Lehrperson, da die Tische frontal zur Wandtafel stehen, nicht wie bei uns im Atelier-Unterricht. Ich finde das Zimmer ziemlich kahl dafür, dass hier Teenager empfangen werden. Es ist nicht wirklich «heimelig». Man merkt, dass es schnell eingerichtet worden ist. DieWillkommensschilder finde ich sehr „härzig“. Falls es wirklich eine Kleinklasse mit ukrainischen Teenagern ist, hoffe ich, dass sie bald in die Regelklassen können und sie herzlich aufgenommen werden.»

Zur Auflösung