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Lernvideos im Unterricht

08.12.2021
Bücher sind im digitalen Zeitalter schon lange nicht mehr die einzigen Informationsquellen. Mit Bildschirmen eröffnen sich neue Möglichkeiten: Erklärungen, die zu jeder Zeit abgespielt werden können, bieten Grundlagen für einen ganz neuen (Fern-)Unterricht. Eine kleine Übersicht, wie Videos den Unterricht erweitern können und woher man sie bekommt.
Bild Legende:
«Das Periodensystem der Elemente» der bekannten YouTuberin May Thi Nguyen-Kim aus dem Kanal «musstewissen Chemie»

Lernvideos gibt es zu unterschiedlichen Themen und Fächern, in verschiedener Länge und für jede Schulstufe. Ob man sich von der Art und Weise des Videos angesprochen fühlt oder nicht, ist oft auch Geschmackssache. Zum Glück steht Basler Lehrpersonen eine breite Sammlung von Lernvideos kostenlos zur Verfügung. 

Lernfilme von Videoplattformen
Frei verfügbar sind etwa die Filmsammlungen von Betzold, in der fächerübergreifende wie auch fächerspezifische Lernvideos zusammengetragen sind.  Auf dem VPN-Portal der Bibliothek PZ.BS stehen bewährte Schulfilme von GIDA und WBF mitsamt Arbeitsmaterialien zum Download zur Verfügung. Nur online verfügbar, aber ebenfalls mit Begleitmaterial, sind die Lernfilme von SRF myschool, von denen einige auch für selbstorganisiertes Lernen geeignet sind.

Eigene Lernvideos erstellen
Die Website www.videolabor.ch befasst sich hauptsächlich mit der Produktion von Lernvideos. Die wichtigsten Informationen sind auf vier Seiten in Form einer Wegleitung zusammengefasst, welche die Planung und die Verfilmung der Lernvideos anleitet. Neben den wichtigsten Fragen zur Vorbereitung des Inhalts werden auch Ideen und Empfehlungen für Equipment und Software gegeben oder Aufgaben für verschiedene Genres vorgestellt: vom Dokumentarfilm über Musikvideos bis zum Werbespot.

Attraktiver Flipped Classroom dank Lernvideos
Lernvideos sind auch eine attraktive Möglichkeit, die Unterrichtsmethode Flipped Classroom anzuwenden. Im Flipped Classroom werden die Unterrichtsorte vertauscht: Klassisch wird im Klassenzimmer der neue Unterrichtsstoff vermittelt und angewandt, während ein Grossteil des Übens zu Hause stattfindet. Nicht so beim Flipped Classroom: Hier erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen zum Thema zu Hause, die Übungsphasen und damit die Festigung der Materie finden im Unterricht statt. Ausserdem werden dort Fragen und Probleme gemeinsam diskutiert. Gerade die Stoffvermittlung mittels Video ist für die Schülerinnen und Schüler attraktiver als seitenweise Informationen lesen zu müssen.
Ein Flipped Classroom hat gegenüber klassischem Unterricht mehrere Vorteile: Er fördert selbstorganisiertes individualisiertes Lernen, der Input etwa in Form des Lernvideos steht immer zur Verfügung, kann wiederholt oder gestoppt werden. Durch das gemeinsame Üben im Klassenzimmer hat man als Lehrperson eine bessere Einsicht in den Lernstand der Schülerinnen und Schüler und es steht mehr Betreuungszeit zur Verfügung. Zudem ist die Aufmerksamkeit häufig höher, weil der Unterricht interaktiv ist und nicht frontal.

Videos sicher teilen
Ob beim Flipped Classroom oder im partiellen Fernunterricht wegen Covid-19: Mit der ICT-Infrastruktur der Basler Schulen können Lehrpersonen Lernfilme sicher einbetten und teilen. Sowohl als Mediacast in ILIAS oder auf der App Stream von Microsoft 365 lassen sich Videos passwortgeschützt und datenschutzgerecht bereitstellen. Nun heisst es weg von der Wandtafel und ran an die Kamera!

Marco Müller, eduBS-Moderator

Weitere Informationen auf dem Basler Bildungsserver

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