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Integration, Innovation, Inspiration

29.01.2024
Die Volksschulleitung hat für die Volksschule der Stadt Basel eine Vision entwickelt. Nun macht sie sich gemeinsam mit Schul- und Fachstellenleitungen und weiteren Echogruppen an die Umsetzung. Der Prozess ist auf fünf bis acht Jahre angelegt. Eine erste Zwischenbilanz.
Bild Legende:

«Wir wollen unserer Schule das richtige Gesicht für eine moderne, innovative und dennoch Kontinuität gewährende Schule geben. Das tun wir, um unseren Kindern und Jugendlichen den Rückhalt, das Vertrauen in ihre Fähigkeiten und das Rüstzeug mitzugeben, um in der Welt von morgen bestehen zu können», resümiert Volksschulleiter Urs Bucher. Mit seinem Leitungsteam verdichtete er im vergangenen Jahr in mehreren Schritten unterschiedliche Standpunkte und Ansichten zu einer Vision. Sie umfasst fünf zukunftsgerichtete Kernsätze mit vertiefenden Erläuterungen und knüpft inhaltlich an die Bildungsstrategie des Erziehungsdepartements an. «Das Integrationsmodell ist eines der Kernanliegen. Aber auch die Optimierung der Laufbahnentscheide steht bei uns an prioritärer Stelle», erläutert Bucher und fügt an: «Es war ein intensiver und wertvoller Prozess innerhalb der Volksschulleitung.»

Jetzt geht es an die Umsetzung. Im vergangenen Spätherbst erarbeiteten Schul- und Fachstellenleitungen sowie weitere Stakeholder in zwei ganztägigen Workshops anhand von acht Fokusthemen konkrete Massnahmen für den Schulalltag. Es waren zwei intensive Workshop-Tage mit breitem Austausch, an denen viele Aspekte aufgegriffen und diskutiert wurden. Die Ergebnisse werden aktuell von der Volksschulleitung gebündelt und in einen Zeitrahmen gesetzt. Am 7. März werden sie der Gesamtschulleitungskonferenz (GSLK) vorgestellt.

Text: Charlotte Staehelin, Bilder: Grischa Schwank & Charlotte Staehelin

Impressionen aus den Workshops

Die Vision in fünf Kernsätzen

  • Die Volksschule bereitet auf ein selbstbestimmtes Leben vor.
Die Volksschule bereitet die Schülerinnen und Schüler auf ein selbstständiges, kooperatives und verantwortungsvolles Handeln in der Gesellschaft vor.
Die Volksschule ist eine Gemeinschaft im Kleinen; demokratisches Handeln wird vermittelt und gelebt.
Geltende Werte und gemeinsam festgelegte Regeln stärken sowohl das Ich als auch das Wir.
Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für sich, die Gemeinschaft und die Umwelt.
Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft verantwortungsvoll und kompetent zu bewegen.
  • Lernen ist mehr als Unterricht.
Bildung bedingt Bindung.
Von der Unterrichtsentwicklung zur Lernentwicklung.
Lernarrangements orientieren sich an den individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler.
Dem motivationalen Aspekt des Lernens wird grosses Gewicht gegeben.
Alle Schülerinnen und Schüler werden in ihrer Individualität wahr- und angenommen. Sie erfahren Orientierung und Ermutigung.
Die Schülerinnen und Schüler werden sowohl gefördert als auch gefordert.
  • Die Volksschule trägt dazu bei, die Chancengerechtigkeit zu fördern.
Integration vor Separation wird selbstverständlich gelebt.
Eine gute Schulkultur wirkt Diskriminierung und Benachteiligung massgeblich entgegen.
Die Schule steht als Lern- und Lebensraum ganzjährig zur Verfügung.
  • Wir leben eine kooperative Zusammenarbeit.
Gut ausgebildetes und auch in der Zusammenarbeit kompetentes Personal trägt wesentlich zur gemeinsamen Zielerreichung bei.
Die Atmosphäre ist geprägt durch gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung sowie eine gelebte Feedbackkultur.
Unsere Kommunikation ist zeitnah, transparent und offen.
Die Rollen und Verantwortlichkeiten aller Beteiligten sind geklärt.
  • Die Volksschule ist eine lernende Organisation.
Die Volksschule nimmt gesellschaftliche Entwicklungen auf und richtet ihre Anforderungen und Angebote danach aus.
Die Volksschule entwickelt sich datengestützt und systematisch weiter.
Die Schulqualität wird regelmässig anhand übergeordneter Parameter gemessen und darauf abgestützt weiterentwickelt.
Die Organisation ist effizient und effektiv.
Innerhalb des vorgegebenen Rahmens entwickeln die teilautonomen Schulen ihr eigenes Profil.

Die Umsetzung in acht Fokusthemen

  • Weiterentwicklung der integrativen Schule
  • Steuerung und Weiterentwicklung der Schulqualität
  • Schulentwicklung im Rahmen der Teilautonomie
  • Laufbahnentwicklung der Schüler und Schülerinnen
  • Personalentwicklung und Weiterbildung
  • Arbeitszeitmodelle für die Schule als Lern- und Lebensraum
  • Bedarfsgerechte Schulinfrastruktur
  • Vereinfachung der pädagogischen Dokumentation und administrativer Prozesse
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