Artikelaktionen

Ausgabe 2020

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Die Lesewoche «Literatur aus erster Hand» findet vom 9. bis 13. November 2020 statt. Der Austausch zwischen Autorinnen und Autoren, Illustratorinnen und Illustratoren sowie Schülerinnen und Schülern wird hoffentlich auch in diesem Jahr den Schulbetrieb bereichern – trotz Corona-Virus. Organisiert wurde das Programm der Lesewoche von Roger Meyer. Seine Nachfolgerin, die neue Leiterin der Bibliothek PZ.BS Viviane Pescatore Naef, wird die Lesewoche im November begleiten.

Lesungen für Schulklassen
Lesungen können am Vormittag oder Nachmittag gebucht werden. Es sind maximal drei Lesungen pro Tag für die Autorin oder den Autor machbar. Bitte beachten Sie die vorgegebenen Wochentage, an denen die Autoren anwesend sind. Für Schulklassen aus dem Kanton Basel-Stadt sind die Besuche dank eines Projektbeitrags des Kantons Basel-Stadt kostenlos. Für Schulklassen aus anderen Kantonen und Privatschulen betragen die Kosten (inkl. Spesen) CHF 350 pro Lesung.

Anmeldung für Schulklassen
Die Anmeldung ist nur zwischen dem 10. und dem 31. August 2020 und ausschliesslich online möglich. Bei Fragen dazu wenden Sie sich an Stephanie Wagner.

Zur Online-Anmeldung

Lesungen für Buchhandlungen und Bibliotheken
Nachmittags oder abends haben Sie die Möglichkeit, Autorinnen und Autoren für eine Veranstaltung in Ihre Buchhandlung oder Bibliothek einzuladen. Das Programm wird individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. Die Kosten für eine Lesung belaufen sich (inkl. Spesen) auf CHF 350 pro Veranstaltung.

Hauslesungen
Sie können auch eine Autorin, einen Autor, eine Illustratorin oder einen Illustrator zu sich nach Hause einladen. Für CHF 300 erwartet Sie ein Abend mit packender Lektüre und angeregten Diskussionen.

Reservation
Anmeldungen für Termine ausserhalb der Schulzeiten werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens bearbeitet, Anmeldeschluss ist der 31. August 2020.

Autorinnen und Autoren

Alle Informationen finden Sie auch in unserem digitalen Flyer.

Daniela Dill (8. bis 12. Schuljahr)

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Kurzbiografie
2007 hat Daniela Dill von der Theaterbühne (Junges Theater Aarau) auf die Poetry-Slam- Bühne gewechselt. Seither ist sie als Spoken-Word-Künstlerin und Veranstalterin tätig und gibt Workshops an Schulen. 2010 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kantons Baselland und 2017 ein Literaturstipendium in Paris (Atelier Mondial). 2011–2016 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dichter-und Stadtmuseum Liestal. Seit 2019 ist Dill Co-Leiterin vom WORTSTELLWERK, dem Jungen Schreibhaus in Basel.

Bibliografie
Ihre Texte wurden in diversen Anthologien, Magazinen, Radiosendungen, auf Theaterbühnen und auf CD veröffentlicht, 2012 auch im Buch «Herz Rhythmus Störungen» (edition Baes). Im Herbst 2020 erscheinen ihre Sprechtexte im Buch «Durzueständ» beim Verlag Der Gesunde Menschenversand.

Informationen
www.danieladill.ch



Mögliche Daten:
9. bis 12. November 2020
Schulstufen: 8. bis 12. Schuljahr (14 bis 18 Jahre)


 

Das ist der Preis für den vielen Fleiss, für die Zucht und den Drill und den ganzen Schweiss. Und du pfeifst durch die Zähne und vergiesst eine Träne, weil all deine Pläne aufgegangen sind. Du bist sehr gefragt, bist in aller Munde, nimmst die Zeit unter Vertrag, machst die Stunde zur Sekunde und die Woche zum Tag. Was zählt, ist jeder Kunde darum fackelst du nicht lang, sondern hangelst dich geschickt vom Meeting zum Teach-In, vom Check-In zum Gate, vom Breakfast zum Dinner und Casual-Date. Du trennst nicht zwischen Business- und Familienleben. Dein Betrieb ist auch dein Heim, deine Partner sind wie Kinder, darum tanzt du dich allein durch die Mondscheinnacht auf der Luxusyacht und feierst mit Champagner deine Spendenkampagne für gefährdeten Wein in der Westbretagne.Du buchst deinen Urlaub im Erlebnis-Hotel und begibst dich bestrebt auf Erlebnis-Tour mit Eispickel und Schneeschuhfell. Oder: Du liegst auf Bora Bora im Angora-Haar-Bikini am Martini-Cocktail nippend und Königskrabben dippend auf dem Klappliegestuhl am Erlebnis-Pool. Trotzdem ist nichts los, du willst Spassfaktor!
(Aus «Mutter Natur»)

 

Julia Dürr (1. bis 5. Schuljahr)

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Kurzbiografie
Julia Dürr, geboren in Frankfurt am Main, studierte Illustration in Münster. Ihre Suche nach Bildern, Büchern und Plätzen am Wasser führte sie durch mehrere Städte. Seit 2013 arbeitet sie als freie Illustratorin in Berlin. Sie zeichnet auf Papier und am Computer, für Romane und Magazine und erklärt sich und anderen die Welt durch Bilder. Für ihre Arbeit wurde sie durch die Stiftung Buchkunst ausgezeichnet, erhielt den Nachwuchspreis für Illustration «Serafina» sowie den österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis.

Bibliografie (Auszug)
«Disco!», 2019, Jungbrunnen; «Madame Fafü», 2019, Kunstanstifter; «Schokostreuselgross, ein Baby in Mamas Bauch», 2019, Gerstenberg; «Jakobs Muschel», 2019, Gerstenberg; «Wo kommt unser Essen her», 2020, Beltz & Gelberg

Informationen
www.juliaduerr.net



Mögliche Daten:
9. bis 12. November 2020
Schulstufen: 1. bis 5. Schuljahr (6 bis 11 Jahre)


Alice Gabathuler (7. bis 12. Schuljahr)

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Kurzbiografie
Alice Gabathuler schreibt Geschichten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Meistens werden daraus Bücher, manchmal auch Hörgeschichten fürs Radio. Und ab und zu gewinnt sie dafür einen Preis, zum Beispiel den Hansjörg-Martin-Preis für den besten deutschsprachigen Jugendkrimi 2014. Seit 2016 ist sie zudem Teil des Verleger/-innenteams des Jugendbuchverlags da bux.

Bibliografie (Auszug)
Alice Gabathuler schreibt Geschichten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene .Meistens werden daraus Bücher, manchmal auch Hörgeschichten fürs Radio. Und ab und zu gewinnt sie dafür einen Preis, zum Beispiel den Hansjörg-Martin-Preis für den besten deutschsprachigen Jugendkrimi 2014. Seit 2016 ist sie zudem Teil des Verleger/-innenteams des Jugendbuchverlags da bux.

Informationen
www.alicegabathuler.ch



Mögliche Daten: 10. bis 12. November 2020
Schulstufen: 7. bis 12. Schuljahr (12 bis 18 Jahre)



Ich hänge an der Kletterstange wie ein nasser Sack. «Mach schon, Lehmann!», brüllt Bucher. Ich hasse Sport. Ich hasse Sportlehrer. Und ganz besonders hasse ich Kletterstangen. «Deine Schwester wäre schon längst oben!», brüllt Bucher. Wäre sie. Ich aber nicht. Weil ich nicht meine Schwester bin. Sondern ich. Und wenn Bucher noch einmal irgendetwas brüllt, kann er mich mal. «Stell dich nicht so an!», brüllt er. Wie in diesen Bootcamps, wo sie Jugendliche hinschicken, die zu viel Mist gebaut haben. Ich habe keinen Mist gebaut. Ich hänge einfach nur genervt an dieser Kletterstange. «LEHMANN!» Es reicht! Ich lasse los. Falle. Nicht weit, denn hoch oben war ich ja nicht. «Wie oft habe ich schon gesagt, dass ihr NIE, gar NIE, loslassen dürft?», brüllt Bucher. Ungefähr eine Million Mal? Brüll-Bucher ist Sicherheitsfreak. Und er hasst Weicheier. Ich rapple mich hoch. «Das gibt eine Ungenügend, Lehmann.» Meine Füsse brennen. Meine Hände brennen. Mein Gesicht brennt.

(Aus «Krawallnacht – Alina»)

Mattea Gianotti (KG, 1. bis 4. Schuljahr)

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Kurzbiografie
Mattea Gianotti wurde 1979 geboren. Sie wuchs im Bergell und später im Tessin auf. Nach ihrem Abschluss als typografische Gestalterin in Lausanne arbeitete sie ab 2002 selbstständig als Grafikerin und Illustratorin, seit 2004 mit eigenem Atelier in Zürich. Mit ihren Bilderbüchern begeistert sie nicht nur ihre drei Töchter. Auf schweizweiten Lesungen und Workshops in Schulen und Bibliotheken nimmt sie Kinder und Erwachsene auf ihre fantasievoll illustrierten Reisen mit.

Bibliografie
«Ich bin gern ich!», 2016, Carlsen; «Eine Murmel für Kaua», 2019, SJW; «Die kürzesten Geschichten der Welt» (Erzählkartenspiel), 2020, Helvetiq

Informationen
www.matteagianotti.ch



Mögliche Daten: 9. bis 11. November 2020
Schulstufen: KG, 1. bis 4. Schuljahr (4 bis 10 Jahre)


Das Buch «Ich bin gern ich!» handelt von einem Chamäleon, das lernt, wie wichtig es ist, zu sich selbst zu stehen. Die Lesung ist durch aufklappbare Pop-Up-Seiten gestaltet. Aufgeführt wird sie als eine Art kleines Theater. Die Kinder gestalten eine Pop-Up-Karte mit ihrem Lieblingstier oder Lieblingsthema selber. «Eine Murmel für Kaua» erzählt von einem Kind, Kaua. Im Zentrum stehen die Themen Freundschaft und Integration. Die Kinder bauen mit Bastelbögen und Kartonröhren eine Murmelbahn. Auf fantasievolle Art wird die Geschichte erlebbar gemacht.

Sissel Horndal (1. bis 4. Schuljahr)

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Kurzbiografie
Sissel Horndal wurde 1970 in der Provinz Nordland in Norwegen geboren. Sie studierte an der Kunsthochschule in Bergen und an der Nordland Kunst- und Filmschule in Kabelvåg. Heute lebt sie als freischaffende Künstlerin und Illustratorin wieder nördlich des Polarkreises. Nebst zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2015 für ihr Kinderbuchschaffen mit dem norwegischen Blixpreis geehrt.

Bibliografie
Sissel Horndal hat in Norwegen rund 30 Bücher illustriert und sieben davon auch selbst verfasst. «Máttaráhkkás weite Reise» ist ihre erste Veröffentlichung in deutscher Sprache.

Informationen
Sissel Horndal spricht Norwegisch und Englisch, die begleitende Dolmetscherin ermöglicht den direkten Austausch mit der Autorin auf Deutsch. Anschliessend haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit ein eigenes Bild zu gestalten.

www.baobabbooks.ch



Mögliche
Daten: 9. bis 13. November 2020
Schulstufen: 1. bis 4. Schuljahr (7 bis 10 Jahre)
Dauer: 2 Lektionen
Gruppengrösse: 1 Schulklasse (max. 25 TN)


Wenn im Herbst der Wind auffrischt, der Bär in den Wald wandert und die Vögel sich in großen Schwärmen versammeln, dann verschwindet im hohen Norden das Tageslicht. Die Menschen werden still und schauen zu den Sternen hinauf. Dort, im dunklen Himmelsraum, sind die Götter zu Hause und sie haben Großes vor: Ein neues Leben soll in die Welt kommen. Alle helfen mit und Máttaráhkká begibt sich entlang einem Sonnenstrahl auf den weiten Weg zur Erde hinunter.

(Aus «Máttaráhkkás weite Reise»)

Daniele Meocci (KG, 1. bis 5. Schuljahr)

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Kurzbiografie
Daniele Meocci (*1964) arbeitete als Fährmann auf der Aare, verbrachte ein Studienjahr am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und ist heute als Kinderbuchautor und DaZ-Lehrer tätig. Sein Werk wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Daniele Meoccis Geschichten sind für Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Klasse, aber auch für all die Eltern und Lehrkräfte, die es lieben, Geschichten vorzulesen oder zu erzählen.

Bibliografie (Auszug)
«Ksss! Lise, Paul und das Garderobenmonster», 2015, Orell Füssli; «Maunzer», 2018, Baeschlin; «Bruno, das Umarmehörnchen», 2019, Baeschlin; «Eine Murmel für Kaua», 2019, SJW

Informationen
www.danielemeocci.ch



Mögliche Daten: 9. bis 10. November 2020, 13. November 2020

Schulstufen: KG, 1. bis 5. Schuljahr (4 bis 11 Jahre)


 

Ob Bilderbuch, Geschichte oder Kinderroman, Daniele Meocci gestaltet seine Lesungen farbig und spannend, mit vielen Interaktionen und je nach Alter der Kinder gibt es auch mal eine Bewegungs- oder sogar eine Singsequenz, sodass die Vorstellung kurzweilig ist und zum Erlebnis wird.

 

Mehrdad Zaeri (3. bis 6. Schuljahr)

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Kurzbiografie
Mehrdad Zaeri-Esfahani kam im August 1970 in Isfahan, Iran auf die Welt. Mit vierzehnwanderte er mit seiner Familie zuerst in die Türkei und dann nach Deutschland aus. Nach dem Abitur beschloss Mehrdad Zaeri Künstler zu werden – ein Ziel, das er durch den Besuch einer Kunstakademie und Taxifahrernächte ohne Fahrgäste, aber mit einem Zeichenblock erreicht: Seine Kalenderreihe «Kuriose Gedenktage» (Büchergilde/duMont), seine Bühnenauftritte als Live-Artist und nicht zuletzt seine zahlreichen Buchveröffentlichungen sind bestes Zeugnis davon.

Bibliografie (Auszug)
«Als Oma immer kleiner wurde», 2017, Tulipan; «Marthas Reise», 2019, Knesebeck; «Mein Jimmy», 2019, Tulipan; «Joshua der kleine Zugvogel», 2020, Tulipan

Informationen
https://mehrdad-zaeri.de/



Mögliche Daten:
10. bis 13. November 2020
Schulstufen: 3. bis 6. Schuljahr (8 bis 12 Jahre)


 

Als Illustrator und Erzählkünstler erzählt Mehrdad Zaeri ganz in persischer Tradition Geschichten, die wahr oder erfunden sind. Aus einem undefinierbaren Gewirr aus Linien und Flecken, das der Künstler mit geschlossenen Augen auf das Papier wirft, entsteht auf Zuruf des Publikums nach und nach eine scheinbar vollkommene Bildgeschichte.

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