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Gymnasium

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In Basel-Stadt bieten fünf staatliche Gymnasien Bildungsgänge an, die zu einer eidgenössisch anerkannten gymnasialen Maturität führen. Auch das private Freie Gymnasium stellt kantonal anerkannte Maturitätsausweise aus. Die Gymnasien verfügen über eigene Schul-Websites mit Informationen zu ihrem Angebot.

Übersicht zu den staatlichen Gymnasien

 

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Allgemeine Studierfähigkeit als Ziel

Die Bedingungen, die zur Erlangung eines Maturitätsabschlusses erfüllt werden müssen, sind schweizweit für alle Gymnasien im Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) festgelegt. Im MAR ist auch die «allgemeine Studierfähigkeit» als Ziel der gymnasialen Bildung definiert. Ein Schweizer Maturitätszeugnis öffnet dementsprechend den bis auf wenige Ausnahmen prüfungsfreien Zugang zu allen universitären Studiengängen und zu zahlreichen qualifizierten Berufsausbildungen.

Zusätzlich gibt es für die Schulen kantonale und interkantonale Regelungen. So haben sich beispielsweise die Kantone im Bildungsraum Nordwestschweiz auf die Harmonisierung ihrer Maturitätsprüfungen geeinigt. In kantonalen Verordnungen sind die Aufnahme, die Lernbeurteilung und die Durchführung der Maturitätsprüfungen geregelt.

Maturitätsanerkennungsreglement (MAR)

Harmonisierte Prüfungen im Bildungsraum

Jedes Gymnasium hat sein eigenes Profil

Die Rektorate der Gymnasien geniessen bei der Umsetzung des MAR einen relativ weitgefassten Handlungsspielraum bei der Personal- oder Finanzplanung, der Schul- und Lernorganisation oder der Festlegung des Lehrplans. Dieser Spielraum ist in der Verordnung für die Schulleitungen der weiterführenden Schulen geregelt.

Zusätzlich zur Auswahl der angebotenen Schwerpunktfächer können sich die Schulen auch durch spezielle Angebote und Stundentafeln profilieren. Dazu gehören Sportklassen oder Immersionsangebote wie das International Baccalaureate-Programm, die zu einem zweisprachigen Maturabschluss führen.

Alle Gymnasien verfügen über eigene Bibliotheken und eine Mensa, in der sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulareal kostengünstig verpflegen können.

Sportklassen

Zweisprachige Maturität

Übergangsphase mit zwei Zügen

Im Zuge der Schulharmonisierung verlängert sich der Weg zur Maturität von 14 auf 15 Jahre. Die Gymnasien decken künftig aber nur noch die letzten vier statt bisher fünf Jahre ab. Dieser Übergang erfolgt an den Gymnasien schrittweise bis zum Jahr 2021.

Während der Übergangsphase absolvieren die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten den Weg zur Maturität bis 2018/19 entweder wie bisher in fünf Jahren oder neu in sechs Jahren. Im laufenden Schuljahr erfolgt die Aufteilung in die beiden unterschiedlich schnellen Züge aufgrund des Zeugnisses am Ende der 2. Klasse. Als Selektionskriterium dient der Notendurchschnitt über alle Promotionsfächer, wobei die ungenügenden Fächer doppelt zählen. Ein Durchschnitt von 4.5 und besser berechtigt für den Übertritt in den beschleunigten Zug.

Übergangsregelung Gymnasien

Aufnahmebedingungen

Ab dem Schuljahr 2018/19 nehmen die Gymnasien die ersten Schulabgängerinnen- und -abgänger aus den Sekundarschulen auf, die in mindestens einem der beiden letzten Zeugnisse sowohl einen bestimmten Notenschnitt als auch eine gewichtete Notensumme in fünf zentralen Fächern erreicht. Diese Mindestwerte für einen direkten Übertritt aus dem E- und P-Zug der Sekundarschule sind in der Schullaufbahnverordnung festgelegt.

Für Übertritte aus ausserkantonalen Schulen gelten separate Regelungen. Zum Übertritt aus einer Privatschule in ein Gymnasium sind Auskünfte unter dieser erhältlich. 

Übertrittsregelung in der Schulaufbahnverordnung

Informationsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule

Aufnahmebedingungen für ausserkantonale Schülerinnen und Schüler

Informationsveranstaltungen für ausserkantonale Schülerinnen und Schüler

Unterwegs zu einem neuen Lehrplan

Bis zum Schuljahr 2018/19 werden die Schülerinnen und Schüler, die im beschleunigten Zug das Gymnasium in fünf Jahren durchlaufen, nach den Grundsätzen des Rahmenlehrplans der Erziehungsdirektorenkonferenz und den darauf basierenden Fachlehrplänen im kantonalen Bildungsplan aus dem Jahr 1997 unterrichtet. Für die Schülerinnen und Schüler, die im normalen Zug das Gymnasium absolvieren, ist ein Übergangslehrplan in Kraft. Dieser besteht in jedem Fach aus zwei Teilen: kantonalen und schulischen Lehrplanteilen. Die kantonalen Lehrplanteile bilden eine gemeinsame Basis für die schulischen Lehrplanteile der einzelnen Gymnasien und definieren das Anspruchsniveau der Maturitätslehrgänge. Die schulischen Lehrplanteile (SLT) konkretisieren, akzentuieren und erweitern die kantonalen Lehrplanteile. Bis Sommer 2018 wird ein definitiver Lehrplan für die Gymnasien vorliegen. Dieser baut auf dem Lehrplan der Sekundarschule auf und wird weitgehend identisch sein mit dem Übergangslehrplan.      

Bildungsplan Gymnasien mit Fachlehrplänen

Bildungsplan Gymnasien Übergangszeit 2014–2017

Lehrplan Gymnasien ab 2018

Übergangslehrplan Gymnasien 2014–2021 

Stundentafel

Seit dem Schuljahr 2014/15 gilt für die Basler Gymnasien eine Jahresstundentafel, die sich bis auf eine kleine Abweichung mit der Stundentafel der Gymnasien des Kantons Basel-Landschaft deckt. Die Stundentafel der Gymnasien legt nur fest, wie viele Jahreslektionen in den Pflichtfächern auf dem Weg zur Matur angeboten werden müssen. In den Fächern Deutsch und Mathematik sind dies über die Jahre verteilt beispielsweise 14 Jahreslektionen, im gewählten Schwerpunktfach 16 Jahreslektionen. Jede Schulen entscheidet, wie sie diese Stunden auf die einzelnen Schulstufen verteilt. In der Jahresstundentafel stehen darüber hinaus fünf Jahreslektionen für «Schulspezifisches» zur Verfügung.

Stundentafel Gymnasien

Grundlagen- und Freifächer

Die Maturitätslehrgänge setzen sich an allen Schweizer Gymnasien aus dem Unterricht in den Grundlagenfächern, einem Schwerpunktfach, einem Ergänzungsfach und der Maturaarbeit zusammen. Zudem bieten alle Basler Gymnasien auf der Basis eines Programms zur Begabungsförderung im Bildungsraum Nordwestschweiz Bereicherungsangebote an. Dazu gehört auch die Möglichkeit zu einem vorgezogenen Schülerinnen- und Schülerstudium an der Universität Basel. 

Die Grundlagenfächer werden von allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von der Schwerpunktwahl besucht. Neben Fächern wie Deutsch, Mathematik oder Gesellschafts- und Naturwissenschaften gehören auch Sport, Informatik und Lernen am Projekt zum obligatorischen Grundangebot aller Gymnasien.  Die Schwerpunktfächer geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich beispielsweise in einer zusätzlichen Sprache, einem musischen oder einem naturwissenschaftlichen Fach zusätzliche Kompetenzen anzueignen. Der Unterricht im Schwerpunktfach setzt meist im 2. Schuljahr ein, in einigen Sprachfächern bereits bei Schuleintritt. Die Ergänzungsfächer runden in den letzten zwei Schuljahren die gymnasiale Bildung ab, und bei Bedarf können zusätzlich Freifächer besucht werden.

Begabungsförderung

Überblick über das Schwerpunktfachangebot der Schulen

Maturaarbeit

Im Maturjahr müssen alle Schülerinnen und Schüler eine grössere Maturaarbeit planen, schriftlich umsetzen und mündlich präsentieren. Die Maturaarbeit wird in der Abschlussklasse als Einzel- oder Gruppenarbeit verfasst. Die Maturandinnen und Maturanden können dabei ihren persönlichen Interessen nachgehen. Sie planen und realisieren selbstverantwortlich ihre Arbeit und entwickeln das Wissen, die Fertigkeiten und Methoden, die für das gewählte Fachgebiet typisch sind.

Eine genügende Gesamtnote in der Maturaarbeit ist Bedingung für die Zulassung zu den Maturitätsprüfungen. Thema und Bewertung der Maturaarbeit werden im Maturzeugnis aufgeführt. Die einzelnen Schulen stellen auf ihren Websites schulspezifische Informationen zur Maturaarbeit wie Leitfäden oder Projektvereinbarungen zur Verfügung.

Kantonales Reglement für die Maturaarbeit

 

Maturitätsprüfungen

Mit dem Maturitätszeugnis wird die Gymnasialzeit abgeschlossen und die Türe zu einem Hochschulstudium aufgestossen. Das Zeugnis enthält die Bewertung in den 13 Fächern Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Biologie, Physik, Chemie, Bildnerisches Gestalten oder Musik sowie dem Schwerpunkt- und Ergänzungsfach und der Maturaarbeit.

Im letzten Quartal des Abschlussjahres finden in den Fächern Deutsch, Französisch, Mathematik, im Schwerpunktfach sowie im Ergänzungsfach oder im Fach Englisch schriftliche und mündliche Maturitätsprüfungen statt. In den fünf Prüfungsfächern ergibt sich die Maturitätsnote aus der Verrechnung der Prüfungsnoten mit der letzten Zeugnisnote. In den übrigen sieben Fächern entsprechen die Maturitätsnoten den Noten im letzten Zeugnis. Die Maturaarbeit ergibt schliesslich die 13. voll zählende Note.

Die Maturität ist bestanden, wenn in den 13 Maturitätsfächern
a) die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben;
b) nicht mehr als vier Noten unter 4 erteilt wurden.

Maturitätsprüfungsverordnung


Maturitätskurse für Berufstätige und Passerelle

Wer die gymnasiale Maturität im Erwachsenenalter nachholen möchte, kann im Kanton Basel-Stadt die Maturitätskurse für Berufstätige oder den einjährigen Lehrgang «Passerelle» für Erwachsene mit Berufsmaturität besuchen. Beide Angebote öffnen den Zugang zu zahlreichen Studiengängen an Hochschulen.

Maturitätskurse für Erwachsene

Mittelschulen und Berufsbildung

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