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Digitalisierung: Wie weiter?

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Der vom Grossen Rat im November 2019 bewilligte Ausbau der Digitalisierung an den Volksschulen und am Zentrum für Brückenangebote (ZBA) ist ein mehrjähriger Prozess, der 2020 beginnt. Auf dieser Seite können sich Lehr- und Fachpersonen ab Anfang 2020 laufend über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informieren.

Was bedeutet der nun beschlossene Ausbau der Digitalisierung für die Schulen und die einzelne Lehrperson? Das kommt drauf an, wo sie momentan steht. Lehrpersonen verfügen über unterschiedliche Grundkompetenzen im Bereich IT. Auch über die pädagogischen Konsequenzen zunehmender Digitalisierung herrscht keine Einigkeit. Klar ist: Der kompetente Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien ist heute unverzichtbare Voraussetzung, um sich in der Gesellschaft und der Arbeitswelt zu behaupten.

Pädagogische Konsequenzen
Grundsätzlich gilt: Pädagogik kommt vor Technik. Die direkte Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern bleibt zentral. Es gilt, im Einklang mit dem Lehrplan 21 ein Gleichgewicht zu finden zwischen der Förderung digitaler und anderer Kompetenzen. In den ersten Schuljahren steht der Erwerb nicht-digitaler Kompetenzen im Vordergrund. Digitale Technologien bringen nur dann einen Mehrwert, wenn sie bewusst, zielgerichtet, koordiniert und pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden. Die Volksschulleitung definiert die Digitalisierungskompetenzen, über die jeder Standort verfügen muss, und unterstützt die Schulen wenn nötig.

Schulentwicklung und Weiterbildung
Die Integration von ICT in den Unterricht stellt neue didaktische und methodische Fragen. Online-Angebote und klassische Präsenzkurse sollen Lehrpersonen ermöglichen, die nötigen Kompetenzen zu erwerben, und sie befähigen, digitale Technologien didaktisch sinnvoll einzusetzen. Lehrpersonen mit sehr geringen digitalen Kenntnissen erhalten ergänzend Unterstützung in Form eines persönlichen Coachings. Das Team Medienpädagogik ICT Medien unterstützt zusammen mit den Fachexpertinnen und -experten des PZ.BS die Schulen mit Unterrichtskonzepten zum Einsatz der digitalen Medien in den verschiedenen Fächern. Eine wichtige Rolle erhalten hier obligatorische und fakultative Lehrmittel gemäss der kantonalen Lehrmittelliste, die bereits zum Teil umfangreiche digitale Unterrichtsinhalte umfassen. Zusätzlich wird jeder Schulstandort vom PZ.BS durch eine Beraterin oder einen Berater unterstützt.

Unterstützung am Standort
An jeder Schule gibt es eine ICT-Betreuungsperson, deren Entlastung ab Schuljahr 2020/2021 erhöht wird. Sie hat die Aufgabe, Schulleitung und Kollegium in Fragen der Digitalisierung zu beraten und zu unterstützen. Dazu gehören die Mithilfe bei der Integration von ICT in den Unterricht oder das Initiieren von ICT-Projekten und schulinternen Fortbildungskursen.

Ausrüstung erfolgt schrittweise
Der Ausbau erfolgt schrittweise in den Jahren 2020 bis 2024.

  • Geplant ist, dass die Ausstattung der Primarstufe mit persönlichen Endgeräten per Schuljahr 2021/22 erfolgt. Alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Primarklassen erhalten ein persönliches Leihgerät, das sie bis Ende Sekundarschule behalten können. Ebenso erhalten im Schuljahr 2021/22 die Lehr- und Fachpersonen aller Klassenstufen der Primarschule und des Kindergartens ein Gerät.
  • Ein Jahr später, im Schuljahr 2022/23, startet dieser Prozess an den Sekundarschulen und am Zentrum für Brückenangebote (ZBA). Die Schülerinnen und Schüler der 1. Klasse «kommen» mit ihrem persönlichen Endgerät von der Primarstufe, und alle Schülerinnen und Schüler des ZBA werden mit persönlichen Endgeräten ausgestattet. Auch alle Lehr- und Fachpersonen der Sekundarschule und des ZBA erhalten dann persönliche Geräte.
  • In den folgenden Schuljahren 2023/2024 und 2024/2025 werden dann auch die Schülerinnen/Schüler der 2. und 3. Klasse der Sekundarschule mit Geräten ausgerüstet sein.
  • Für die Schülerinnen und Schüler des Kindergartens und der 1. bis 4. Klasse der Primarschule werden Poolgeräte geprüft. Diese werden in rollbaren Koffern im Schulhaus oder im Kindergarten aufbewahrt und bei Bedarf im Unterricht eingesetzt. Die Erhöhung der Anzahl Poolgeräte erfolgt ab Schuljahr 2023/24.

Testklassen an drei Schulen
Ab kommendem Schuljahr 2020/2021 werden an der Primarstufe Erlenmatt, der Sekundarschule St. Alban und am ZBA-Standort Gundeldingen Geräte, digitale Anwendungen und die Weiterbildungsformate getestet. Für die persönlichen Geräte der Schülerinnen und Schüler und für die Lehr- und Fachpersonen werden «Convertibles» (Mischung von Tablet und Laptop) getestet. Der Anbieter ist noch nicht bestimmt.

Datenschutz und WLAN
Fragen zur Nutzung, Sicherheit und zum Datenschutz werden in einer Nutzungsordnung geregelt und mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten abgesprochen. Was den Ausbau des WLAN an den Standorten angeht, gelten die Bestimmungen des Bundesamts für Gesundheit.

Fernunterricht
Wie können Schülerinnen und Schüler von zu Hause lernen? Auf dem Bildungsserver finden Lehrpersonen Informationen für alle Stufen vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II.

Informationen zum Fernunterricht

Weitere Informationen zum Ausbau der Digitalisierung folgen im Frühling 2020.

Volksschulen

Lukas Kissling
Gesamtprojektleitung
Kohlenberg 27
Postfach
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Telefon: +41 61 267 90 15
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ICT/TU Medien

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Projektleitung Technik
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4051 Basel
Telefon: +41 61 375 92 23
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ICT/TU Medien

Maria Papanikolaou
Projektleitung Weiterbildung/Schulentwicklung
Spalenvorstadt 14
4051 Basel
Telefon: +41 61 375 92 22
Mail: E-Mail
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Pädagogisches Zentrum PZ.BS

Christoph Gütersloh
Projektleitung Weiterbildung/Schulentwicklung
Claragraben 132A
4005 Basel
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Fax: +41 61 267 17 63
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