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Spezialgebiete

Trauma

Der Schulpsychologische Dienst übernimmt ab Schuljahr 2018/19 neu die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern und Lehrpersonen zu beraten, wenn im Unterricht der Verdacht einer (migrationsbedingten) Traumatisierung aufkommt. Der Auftrag, die Begriffe und die neu erbrachten Aufgaben werden im Konzeptpapier im Detail erläutert. Lehrerinnen und Lehrern steht eine Broschüre zur Verfügung, welche die wichtigsten Informationen zum Umgang mit geflüchteten traumatisierten Schülerinnen und Schülern zusammenfasst und Links zu weiterführenden Beratungsstellen und methodisch-didaktisch aufbereiteten Unterlagen enthält.

Für Fragen und Anliegen der schulischen Lehr- und Fachpersonen, Schulleitungen und Mitarbeitenden der Tagesstrukturen stellen die schulhauszuständigen Psychologinnen und Psychologen die direkten Ansprechpersonen dar. Darüber hinaus bietet der SPD neu folgende zwei Unterstützungsangebote an: die Fokusberatung Trauma und das Trauma-Fenster.

Die Fokusberatung Trauma richtet sich an alle schulischen Fach- und Lehrpersonen, die mit einem schwierig zu erklärenden – möglicherweise durch ein Trauma bedingtes – Verhalten eines Schülers oder einer Schülerin konfrontiert sind und eine rasche individuelle Beratung wünschen. Bitte nehmen Sie via Online-Formular mit uns Kontakt auf. Ein/e Schulpsychologe/in der Fachgruppe Trauma oder die/der schulhauszuständige Psychologe/in wird sich innerhalb von 72 Stunden (ausser während der Schulferien) bei Ihnen melden.

Beim Trauma-Fenster handelt es sich um einen interdisziplinären Austausch, der sich an alle schulischen Fach- und Lehrpersonen richtet, die eine herausfordernde Situation im Bereich Trauma und/oder konkrete Verhaltensweisen von Schülerinnen und Schülern besprechen möchten. Oft ist es zum Verständnis einer Situation unterstützend und klärend, sich gemeinsam mit Personen unterschiedlicher Fachrichtungen auszutauschen. Dies ist besonders hilfreich bei Entwicklungssituationen, in denen unklar ist, ob eine Trauma-Folgestörung vorliegt und welche weiteren Schritte eingeleitet werden müssen.

Das Trauma-Fenster findet jeden zweiten Dienstag von 16.30 bis18 Uhr am Schulpsychologischen Dienst an der Austrasse 67 (Raum 24) statt. Der Austausch wird von den Schulpsychologinnen Esther Marugg und Stephanie Bider geleitet. Das Angebot kann einmal oder regelmässig, als Einzelperson oder als Gruppe in Anspruch genommen werden. Eine Anmeldung an wird empfohlen.

Daten:
13.08., 27.08, 10.09., 24.09., 22.10., 05.11., 19.11., 03.12., 17.12.2019
14.01., 28.01., 11.02.2020

Weitere Informationen

Broschüre

Konzept

Notfallpsychologie

Seit 2011 bietet der SPD für die öffentlichen Schulen in Basel-Stadt spezielle Interventionen bei ausserordentlichen Ereignissen an. Dies können beispielsweise Unfälle, Todesfälle oder Vorfälle sein, die eine Schule und insbesondere die Schülerinnen und Schüler betreffen und den normalen Schulalltag erheblich erschweren.

Der SPD verfügt über ein Team von speziell ausgebildeten und zertifizierten Notfallpsychologinnen und -psychologen, die in solchen Fällen für die Schulleitungen rund um die Uhr erreichbar sind. Sie arbeiten nach den Standards des NNPN (Nationales Netzwerk Psychologische Nothilfe).

Das Ziel schulpsychologischer Notfallarbeit ist die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Schule. Das wird erreicht mittels Beratung von Schulleitungen und Lehrpersonen, psychologischer Betreuung betroffener Schülerinnen und Schüler, sowie bei Bedarf Interventionen in involvierten Klassen.

Das Notfallpsychologie Team des SPD kann nur durch Schulleitungen in Anspruch genommen werden. In akuten Notsituationen sowie bei privaten Notfällen wenden Sie sich bitte direkt an die Notfalladressen des Kantons (Polizei, Spital, Feuerwehr etc.).“

Kinderschutz

Beim Kinderschutz geht es grundsätzlich um Kindeswohlgefährdungen und damit zusammenhängend um alle rechtlichen Bestimmungen zum Schutz von Kindern. Diese Kindeswohlgefährdungen entstehen insbesondere durch Vernachlässigung und verschiedene Formen von Kindsmissbrauch (sexuell, physisch und psychisch). Zudem umfassen sie auch häusliche Gewalt, wenn Kinder davon betroffen sind, zum Beispiel als Zeugen.

Einige der Psychologinnen und Psychologen des SPD haben sich durch diverse Weiterbildungen auf diese Thematik spezialisiert. Sie beraten Betroffene, Eltern und Schulen, organisieren interne Weiterbildungen zum Kinderschutz, sind im Kanon Basel-Stadt angeschlossen an das Netzwerk Kinderschutz und sie sind teilweise auch als Befrager im Rahmen der «Standardisierten Erstbefragung (STEB)» tätig. Sie sorgen also dafür, dass der SPD in sämtlichen Fragen zum Thema Kinderschutz kompetent beraten kann.

Lernstörungen

Der Schulpsychologische Dienst ist zuständig für die Diagnose der sogenannten Lernstörungen: Lese- und Rechtschreibstörung, isolierte Rechtschreibstörung, Rechenstörung (auch bekannt als Legasthenie/Dyslexie bzw. Dyskalkulie).
Unsere Diagnose ist Voraussetzung dafür, dass Erziehungsberechtigte oder volljährige Auszubildende ein Attest für einen Nachteilsausgleich bei der Fachstelle Förderung und Integration beantragen können.

Die Schule legt bei Vorliegen eines Attests individuell definierte Massnahmen zum Nachteilsausgleich für Prüfungssituationen fest. Solche Massnahmen umfassen z.B. einen Zeitzuschlag oder die Benutzung von Hilfsmitteln. Bei Bedarf beraten die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen die Schule auch in diesem Prozess.

Die SPD-interne Fachgruppe Lernstörungen setzt sich laufend mit der Thematik der Lernstörungen auseinander und orientiert sich dabei an der aktuellen Forschung im Bereich Diagnostik und Fördermöglichkeiten. Sie erarbeitet Diagnostik-Richtlinien, stellt Arbeitsinstrumente bereit und berät die Mitarbeitenden des Schulpsychologischen Dienstes bei besonderen Fragen rund um das Thema.

Weitere Informationen

Verband Dyslexie Schweiz

LegaKids

ED-Richtlinien zum Nachteilsausgleich

Standardisiertes Abklärungsverfahren (SAV)

Das standardisierte Abklärungsverfahren folgt, wie der Name sagt, einer standardisierten Methode, die in 16 Kantonen der Schweiz verbindlich zur Anwendung kommt. Es findet dann statt beim Schulpsychologischen Dienst, wenn ein Schulstandort der Meinung ist, dass ein Schüler oder eine Schülerin einen ausserordentlichen Förderbedarf  hat und die schuleigenen Ressourcen dafür nicht mehr ausreichen. Unsere Aufgabe ist es dabei festzustellen, ob das tatsächlich so ist.

Das standardisierte Abklärungsverfahren kann während der obligatorischen Schulzeit nur von der Schule ausgelöst werden. Dazu findet zunächst ein runder Tisch in der Schule mit unserer Beteiligung statt, anschliessend wird die Familie von der Schule über die Einleitung eines standardisierten Abklärungsverfahrens informiert. Es folgt eine psychologische Untersuchung bei uns, die aus einer Situationsanalyse, einem Anamnesegespräch sowie aus der Arbeit mit dem betroffenen Schüler oder der Schülerin besteht. Ziel dieser Untersuchung ist es herauszufinden, was der Schüler oder die Schülerin braucht, um in der Schule möglichst optimal gefördert werden zu können. Anschliessend verfassen wir einen ausführlichen Bericht. Anhand dieses Berichts entscheidet schliesslich die Volksschulleitung des Erziehungsdepartements, ob der Schüler oder die Schülerin weiterhin mit den schuleigenen Ressourcen gefördert werden kann oder ob er/sie auf eine zusätzliche Unterstützungsmassnahme angewiesen ist. Es erfolgt eine entsprechende Verfügung an die Erziehungsberechtigten.

Unsere Fachgruppe SAV hat die Aufgabe, den ganzen Prozess zum standardisierten Abklärungsverfahren möglichst kundenfreundlich, effizient und qualitativ hochstehend zu gestalten und die Mitarbeitenden entsprechend fortzubilden.

Weitere Informationen

Sonderpädagogik

Schweizerische Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK)

Schulpsychologischer Dienst (SPD)

Austrasse 67
4051 Basel
Telefon: +41 61 267 69 00
Mail: E-Mail