| Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2005/2006 www.2bits.ch | www.edubs.ch Tiere in städtischer Umgebung |
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Gerade beim Thema „Tiere in städtischer Umgebung“ ist es Sinn und Zweck, dass man soweit wie möglich die Natur ins Schulzimmer bringt und dass das Internet - zusätzlich zur Verarbeitung - eine erhöhte Motivation bei den Kindern auslöst. Die Kinder können in der Primarstufe mit Hilfe einer Anleitung schon relativ schnell in einem Wiki arbeiten. Es braucht kein Zusatzwissen und kann auch von Kindern ohne grosse Computererfahrungen bewerkstelligt werden. Auch Kinder, die zu Hause keinen Computer besitzen, werden an ICT herangeführt. Auch wenn sie ersten Erfahrungen mit diesem Medium machen, ist es möglich, in der Gruppe die Arbeiten zu bewältigen. Zusammenarbeit wird dabei gross geschrieben. Im Kindergarten, wo die Kinder hauptsächlich durch die Lehrperson geleitet werden und das Ganze auf der mündlichen und zeichnerischen Ebene abläuft, ist das Arbeiten und Ausführen mit ICT für die Kinder eine neue Bereicherung und Herausforderung. Sie erleben die ersten Schritte mit dem Medium. Relativ einfach und gezielt können die Kinder andere Arbeiten begutachten und allenfalls Rückmeldungen geben. Dies kann sowohl schriftlich als auch mündlich erfolgen (je nach Stufe und Leistungsstand). Dies kann gerade wie bei unserem Projekt auch klassen-übergreifend erfolgen. Vorausgesetzt, die Schülerinnen und Schüler besitzen zu Hause einen Computer mit Internetanschluss, können sie auch dort weiterarbeiten. Sie sind also nicht orts- und zeitgebunden. Auch noch nicht fertige Arbeiten können ins Wiki gestellt werden und dann später weiterverarbeitet werden. Das Projekt ist demnach nicht abschliessend und kann immer wieder ergänzt werden. Es kann also auch sein, dass die Kinder weitere Beobachtungen zu einem Tier machen und diese dann direkt aufs Wiki stellen. Es entsteht leicht eine rege Auseinandersetzung mit dem Thema. Schnellere, leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler können leicht dazu ermuntert werden, etwas mehr zu „forschen“. Die Kinder bestimmen selbst in einem vorgegebenen Zeitrahmen ihr Lern- und Arbeitstempo. Die Kinder wissen, dass ihre Arbeiten im Internet publiziert werden und jederzeit der Öffentlichkeit zugänglich sind. Dies stärkt das Verantwortungsgefühl und erhöht ihre Bereitschaft, sich für das Resultat stark einzusetzen. Durch einen Elternbrief mit einem Link auf das Wiki kann die Zugänglichkeit noch erhöht werden. Die Kinder sind allgemein motivierter, wenn ihnen bewusst wird, dass ihre Arbeiten publiziert werden. Sie sind stolz auf ihre geleisteten Arbeiten und geben sich auch mehr Mühe. Die Kinder im Kindergarten erweitern ihren Wortschatz durch die Namensgebung, das Berichten von Beobachtungen und das Nachschauen der einzelnen beobachteten Tiere mit Hilfe von CD-Roms und anderen Medien. Kinder müssen in der Primarstufe oft zum Schreiben motiviert werden. Das Schreiben auf einem Wiki ist für viele Kinder neu und erhöht dadurch die Motivation zum Schreiben. Im Gegensatz zum allgemeinen Gebrauch des Internets, wo alle lesen und Wenige schreiben können, hat das WIKI noch den zusätzlichen Vorteil, dass alle lesen, aber auch alle schreiben können. Beim Wiki haben die Kinder in der Primarstufe gewisse Freiheiten, die durch strikte Regeln besser umgesetzt werden. Dies fängt schon bei der Themenauswahl an und setzt einen hohen Grad an Selbständigkeit und Selbstverantwortung voraus. Durch gezielte Hilfestellung der Lehrperson kann individuell darauf eingegangen werden. Einzelne Schülerinnen und Schüler können bei gewissen Aufgaben Hilfestellungen geben. Überhaupt wird bei der Arbeit im Wiki auf die Individualisierung bei den Schülerinnen und Schülern sehr grossen Wert gelegt. Schnellere, leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler können als Tutoren eingesetzt werden. Dadurch, dass die Arbeit immer wieder ergänzt werden kann und nicht abschliessend ist, hat die Arbeit einen bleibenden Wert. Die Kinder lernen mit Hilfe von geeigneten Suchmaschinen in relativ kurzer Zeit Informationen zu sammeln und zusammenzufassen. Dabei ist es wichtig, dass sie aus der grossen Fülle eine Auswahl vorgesetzt bekommen. Dadurch, dass die Kinder Verantwortung für ihre Arbeit tragen, steht die Lehrperson nicht mehr im Zentrum. Sie unterstützt, hilft und betreut, die Kinder übernehmen ein Stück weit die Rolle der Administration. Somit wird die Lehrperson auch etwas entlastet.
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Tiere in städtischer Umgebung | Elisabeth Blaser (BS), Richard Binggeli (BL), Hans Peyer (BS) |
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