Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2003/2004
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Neue-Medien-Kompetenz


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NEUE-MEDIEN-KOMPETENZ
3 Kompetenzen
3.1 Was bedeutet Kompetenz?

Wenn heute ein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein und wachsen will, dann spielt der Faktor „Wissen“ eine zentrale Rolle. Man könnte auch weiter gehen und zu den drei Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital auch Wissen als vierten Faktor dazu zählen.Die Wissenstreppe (vgl. Abbildung 5) macht die verschiedenen Stufen des Wissens deutlich. Zum Beispiel wird ersichtlich, dass aus Daten erst dann Informationen entstehen, wenn wir die Bedeutung der Daten mittels Erfahrungen verstehen.

Der Begriff „Kompetenz“ verbindet Wissen (Sachverstand) und Können. Können ist die Gesamtheit der Voraussetzungen für ein zielgerichtetes Handeln. Zum Können gehören innere Voraussetzungen wie Talent (Begabung), Kenntnisse, Erfahrungen, Reife, Übung und Geschick. Für erfolgreiches Handeln gesellen sich zum Können Motivation und Wille.Die Koordination von Wissen und Können wird von diversen Autoren als Selbstmanagement bezeichnet.Im Sinne des Selbstmanagements nimmt der Kompetenzbegriff in der beruflichen Bildung, bis in die Lehrpläne der Schulen, eine Schlüsselfunktion ein.

Wett-
bewerbs-
fähigkeit

Kompetenz

Handeln

Können

Wissen

Information

Daten

Zeichen

Abb. 5  Die Wissenstreppe [1]

Die so oft genannte „Handlungskompetenz“ bezeichnet eine Zusammenfassung der vier folgenden Kompetenzen:

  • Sach- oder Fachkompetenz
  • Methodenkompetenz
  • Sozialkompetenz
  • Selbst- oder Persönlichkeitskompetenz
3.2  Was ist Medienkompetenz?

„Medienkompetenz unterstützt die Bürger – vor allem junge Menschen – dabei, kritisches Denken und produktive Fertigkeiten zu entwickeln, die sie für ihr Leben in der Medienkultur des 21. Jahrhunderts benötigen. Medienkompetenz ist die Fähigkeit, alte und neue Medien problemlos zur Kommunikation sowie für den Zugang, die Analyse und die Bewertung der Bilder, Worte und Geräusche zu nutzen.

Diese wichtige Lebenskompetenz befähigt uns, die Bilder und Nachrichten unserer globalen Kultur zu verstehen. Gegen Bilder und Unterhaltung aus der Massenproduktion gibt es nach wie vor vielerorts – und sehr oft bei Lehrpersonen – erhebliche Vorbehalte. Da der Kern der Medienkompetenz aber im sachkundigen Umgang mit Informationen besteht, ermöglicht die Entwicklung der Medientechnologie und des Internets den Menschen die Teilhabe an einer demokratischen Gesellschaft. Mit Medienkompetenz können sie unterscheiden zwischen Information und Werbung, Fiktion und Realität, „virtuell“ und „real“. Medienkompetenz ermöglicht es jungen Menschen, die Fähigkeiten zu entwickeln, die sie benötigen, um von den Neuen Medien zu profitieren und um kreative Inhalte zu entwickeln.“[2]

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[1] Quelle Abbildung: Prof. Dr.-Ing. Klaus North, Fachhochschule Wiesbaden

[2]> EU-Kommission Bildung und Kultur, eLearning, S.17, 2003 à ‚Quellen’


Neue-Medien-Kompetenz | Christian Graf (BS) und Urs Thiede (BS)