Informatik-Kaderausbildung Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn 2005/2006
www.2bits.ch | www.edubs.ch

Exkursion ins Zentrum Paul Klee – ein Thema, vier Zugänge


Sie befinden sich hier:

lehrpersonen > Szenarien > Klee

DIDAKTISCHER MEHRWERT

Kindergarten

Es gibt ein uraltes Spiel im Kreis und das ist die Zauberkiste. Hier kommt dieses Spiel abgewandelt in einem ganz modernen futuristischen digitalen Kleid.

Wir „zaubern“ etwas aus der „Kiste“, spielen und gestalten es und „zaubern“ es wieder als digitales Bilderbuch in den PC. Hier geht es vor allem darum, den Kindern ein Erfolgserlebnis zu vermitteln. Die vielen fremdsprachigen Kinder haben bei diesem Projekt  eine faire Chance. Die Motivation und Antriebskraft ist eine wesentliche Voraussetzung für ein nachhaltiges Lernen. – Das Auge des Kindergartenkindes ist erst in der Entwicklungsphase vom zwei- zum dreidimensionalen Sehen. Da ist es interessant,  Zwei- und Dreidimensionales zu vergleichen. In der Software von Paul Klee: „Bilder träumen“von Prestel, können die Kinder ein- und auszoomen. Dies ist eine hervorragende Schulung für das Auge ( auch in Bezug zum Strassenverkehr), welche mit herkömmlichen Mitteln nicht möglich sind.

Wir starten auf dem Weblog und enden auf dem Weblog. Die Kinder können ihre Werke dort nochmals abrufen. Dies ergibt ein zweispuriger, fliessender Kreislauf. Die Kinder werden von aussen / vom Künstler inspiriert. Ihr Spiel entwickelt sich, wird bereichert und mittels einer Digitalkamera festgehalten. Der Zugang für Eltern und Kinder auf dem Weblog fördert und bereichert den Austausch zwischen Kindergarten und Elternhaus, Freunden und Bekannten. Dies  bedeutet  einen grossen Mehrwert an Motivation und Freude.

Bei vorhandener Infrastruktur ist dies eine sehr kostenneutrale und jederzeit zugängliche, zeitsparende Variante; die kostspielige Anschaffung von Bildern und Büchern resp. zeitraubende Ausleihe fällt weg.

Orientierungsschule

Eine derart gut konzipierte Website wie die des Zentrums Paul Klee in Bern hat gleich mehrfachen didaktischen Wert. Zum einen lernen die Schülerinnen und Schüler anhand eines ästhetisch hervorragend konzipierten Produktes, sich im Internet zu orientieren und Informationen zu beschaffen – eine Fähigkeit, die heute allgemein als selbstverständlich vorausgesetzt wird.

Zu dieser Internetkompetenz kommt eine weitere hinzu: den Umgang mit einem Blog zu erlernen, einem Medium, das heute mehr und mehr zur Selbstdarstellung, als Onlinetagebuch oder zur  Katastrophenberichterstattung benutzt wird. Daher ist es umso wichtiger, dieses Medium als adäquates Mittel für internetbasiertes Kooperieren kennen zu lernen.

Des Weiteren zeigt sich auch im Bildnerischen Gestalten ein grosser didaktischer Mehrwert: Die Schülerinnen und Schüler sind im Betrachten von Bildern und im Reflektieren über eigene Arbeiten geübt. Dennoch ist es immer eine besondere Herausforderung für die Lernenden, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aufmerksam und über einen längeren Zeitraum hinweg zuzuhören.

Durch die Arbeit mit einem Blog bietet sich hier eine ideale Kommunikations - und Kooperationsform für die Lernenden an. Jeder kann in Ruhe und konzentriert seine Beiträge verfassen. Durch die schriftliche Fixierung sind die Beiträge sorgfältig formuliert und gewichtet. Die Beiträge sind von allen anderen einsehbar. Je nach Interesse können Fragen zu den Beiträgen gestellt (gebloggt) werden. Dies ist auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich, so dass die Lernenden vom Zeitdruck unabhängig sind. Dadurch können die Einzelbeiträge besser aufgenommen, verstanden und gewertschätzt werden.

Durch die Publikation der Beiträge im Blog erfahren die Beiträge, aber auch die Methode der Bildbetrachtung und Reflexion eine ganz andere Aufwertung und Gewichtung.

Weiterbildungsschule

Ein didaktischer Mehrwert ergibt sich bei der geplanten Lektion durch:

  • Die Veröffentlichung des eigenen, kreativen Schaffens im Weblog;
  • Der Förderung der ICT-Medienkompetenz;
  • Der Vergleich mit anderen Klassen und Schulstufen;
  • Der Möglichkeit auch zu Hause weiter arbeiten zu können;
  • Der Motivation durch die Arbeit mit dem Musiksequenzer.

Gymnasium

Die Vorbereitung auf einen Museumsbesuch mit Hilfe der Webseite des Museums hat mehrere sehr augenscheinliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden:

  • Die Schülerinnen und Schüler können sich schnell und individuell ein Bild vom Kleezentrum in Bern machen.
  • Sie können Bilder betrachten, auswählen und bearbeiten ohne grossen Aufwand von Kopien oder Katalogen (kostengünstig, oekologisch, den individuellen Bedürfnissen angepasst).
  • Das Erleben von digital erfahrenen Kunstobjekten ‚in vivo’ beim Besuch kann durchaus überraschende Effekte hervorrufen (Grösse der Objekte, Farben, ...).
  • Die Publikation der Texte als WIKI oder Blog verlangt von den Schüler- und Schülerinnen ein ziel- und produktorientiertes Arbeiten, bei dem Einhalten von Richtlinien, Zeitlimiten und formalen Ansprüchen gefordert sind.
  • Die Nachbearbeitung auf einer gemeinsamen digitalen Plattform gibt dem stufenübergreifenden Projekt ein öffentliches Fenster.


Exkursion ins Zentrum Paul Klee – ein Thema, vier Zugänge | Elisabeth Blaser (BS), Angelika Pulver (BS), Kai Heise (BS), Ueli Maier (BL)