Schlüssel für Berufsbildung und weiterführende Schulen
Die zweijährige Weiterbildungsschule (WBS) legt die Grundlagen für die spätere Berufsbildung. Sie spricht motivierte, praktisch und an Theorie interessierte junge Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten an. Die WBS führt zwei Züge: Der A-Zug nimmt leistungsschwächere und mittlere Schülerinnen und Schüler auf und bereitet auf Lehre und Attestausbildung vor. Der E-Zug nimmt leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler auf und bereitet auf anspruchsvolle Lehrstellen und auf weiterführende Schulen vor. Über Berufs- und Fachmatur öffnet er den Weg zur Fachhochschule.
Der A-Zug: Grundlagen für eine Berufslehre
Im A-Zug erwerben die Jugendlichen Kenntnisse und Fertigkeiten, die in der Berufsschule und im Lehrbetrieb vorausgesetzt werden. Sie erhalten eine spezielle Förderung in Deutsch und Mathematik und werden in einer Fremdsprache unterrichtet. Die Klassen sind kleiner als im E-Zug und werden von weniger Lehrpersonen unterrichtet. Schülerinnen und Schüler können Betreuung in Anspruch nehmen, zum Beispiel über Mittag für das Erledigen von Hausaufgaben. Die jungen Leute lernen sich und die Berufswelt besser kennen und gewinnen klarere Vorstellungen über ihrer künftige Laufbahn. Der Einstieg in die Lehre oder in die Attestausbildung erfolgt direkt oder über die Brückenangebote des freiwilligen zehnten Schuljahrs.
Der E-Zug: Schlüssel für anspruchsvolle Berufsausbildungen
Die definitive Zuteilung in den E-Zug erhält, wer im Lernbericht der 3. Klasse der Orientierungsschule mindestens 13 Punkte erhält oder die Aufnahmeprüfung besteht. Mit 12 Punkten erfolgt die Aufnahme provisorisch. Am Ende des ersten Semesters der Weiterbildungsschule muss ein minimaler Notenschnitt von 4,0 erreicht sein, ungenügende Noten sind doppelt zu kompensieren, zum Beispiel 3 in Französisch, durch 6 in Geografie.
Schüler und Schülerinnen im E-Zug werden von mehreren Fachlehrpersonen unterrichtet, unter anderem in Französisch und Englisch. Der E-Zug ist Ausgangspunkt für anspruchsvolle Lehrstellen - direkt oder über ein Brückenangebot - und für den Eintritt in weiterführende Mittelschulen: in die Fachmaturitätsschule, die Handelsmittelschule, die Informatikmittelschule und die Verkehrsschule. Alle vier schiessen mit einem eidgenössisch anerkannten Abschluss ab. Vom E-Zug führt ein Weg zum Hochschulstudium. Während und nach der Berufslehre und an den weiterführenden Mittelschulen können Schülerinnen und Schüler die Berufs- oder die Fachmatur abschliessen, die den Zugang zu den Fachhochschulen verschafft. Die Übergangsklasse führt vom E-Zug ans Gymnasium und an die Universität.
Zwei Züge unter einem Dach
Die Züge sind kooperativ. A- und E-Klassen werden unter dem gleichen Dach und von den gleichen Lehrpersonen unterrichtet. Eine gemeinsame Schulhauskultur mit gemeinsamen Projekten soll die Aufstiegschancen verbessern und die Integration der Fremd- und Mehrsprachigen erleichtern. Schüler und Schülerinnen mit sehr guten Leistungen im A-Zug können in den E-Zug umgestuft werden. Wer im E-Zug bloss ungenügende Leistungen erbringt, wird in den A-Zug umgestuft.
Im Fach Laufbahnberatung lernen die jungen Leute die Berufswelt und ihre Möglichkeiten kennen. Schnupperlehre, Betriebsbesichtigungen und Berufsberatung helfen bei der Berufswahl.
Kurzporträt Weiterbildungsschule
Altersstufe und Ziel: 8. und 9. Schuljahr Vorbereitung auf Berufslehre und auf weiterführende Schulen
Dauer: zwei Jahre
Unterricht: Allgemeiner Zug oder A-Zug für leistungsschwächere und mittlere Schüler/innen, erweiterter Zug oder E-Zug für leistungsstärkere Schüler/innen
Beurteilung/Versetzung: Notenzeugnis (6 bis 1; 6 für beste Leistung) nach jedem Semester und Lernbericht am Ende des ersten und dritten Semesters, bei sehr guten Leistungen im A-Zug Umstufung in den E-Zug, bei ungenügenden Leistungen im E-Zug Umstufung in den A-Zug
Klassengrösse: A-Zug 16, E-Zug 22 Schüler/-innen
Stundenplan: Fünftagewoche
Aufnahme: E-Zug definitiv für ein Jahr (ab 13 Punkten an der OS) oder Ergebnis freiwillige Aufnahmeprüfung E-Zug probeweise für ein Semester (12 Punkte in der OS), A-Zug: alle definitiv
Abschluss: Obligatorischer Abschluss mit Schlussprüfung
Nach der WBS: 3 Richtungen
Nach den Schlussprüfungen stehen den Jugendlichen drei unterschiedliche Richtungen offen:
Berufsbildung und Berufsmatur (A-Zug und E-Zug der WBS): Berufslehre und Berufsfachschule, der direkte Weg zum Beruf und mit Berufsmaturität zum Studium an der Fachhochschule
Brückenangebote (A-Zug und E-Zug der WBS): Brückenangebote, ein Zwischenjahr als Starthilfe für den Zugang zur Berufsausbildung
Allgemeinbildung (E-Zug der WBS): Weiterführende Schulen für mehr Allgemeinbildung, insbesondere Fachmaturitätsschule, Handelsmittelschule und Übergangsklasse ins Gymnasium
Besondere Angebote
Musikklassen: Klassen mit erweitertem Musikunterricht
Sportklassen: Klassen mit verdichtetem Pensum für Leistungssportler/innen
Integrationsgruppen: fremdsprachige Jugendliche werden teilweise in Integrationsgruppen unterrichtet und stufenweise in die Regelklassen integriert
Deutsch für Fremdsprachige: Zusatzkurse
Förderzentren: individuelle Förderung und Hilfe (an allen Standorten)
Integrative Schulungsformen (ISF): heilpädagogische Unterstützung für Kinder in Regelklassen
Kleinklassen: Schüler und Schülerinnen mit umfassenden Schul-,
Lern- und Entwicklungsproblemen werden nach Abklärung durch den Schulpsychologischen Dienst und nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten in Kleinklassen aufgenommen
Schulsozialarbeit: nach Bedarf unterstützen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter Jugendliche an allen WBS-Standorten
Schulung von Jugendlichen mit Behinderungen: Jugendliche mit Behinderungen werden nach Möglichkeit integrativ in Regelklassen geschult. Es stehen aber auch Sonderschulen für Jugendliche mit unterschiedlichen Behinderungen zur Verfügung

Die sechs Standorte der WBS
Alle Standorte bieten das gleiche Programm, aber jeder auf seine Art. Standortwünsche werden nach Möglichkeit berücksichtigt.
Bäumlihof*
Zu den drei Linden 80, 4058 Basel, Tel. 061 606 33 70
http://www.wbs-baeumlihof.ch
De Wette
De Wette-Strasse 7, 4051 Basel, Tel. 061 205 75 75
http://www.wbs-dewette.ch/
Holbein*
Kanonengasse 9, 4051 Basel, Tel. 061 267 55 35
http://www.wbs-holbein.ch
Leonhard
Leonhardstrasse 15, 4001 Basel, Tel. 061 267 55 60
http://www.wbs-leonhard.ch
Mücke
Schlüsselberg 14, 4001 Basel, Tel. 061 267 81 90
http://wbs.edubs.ch/muecke/
St. Alban*
Engelgasse 40, 4052 Basel, Tel. 061 373 15 20
http://www.wbs-dalbe.ch
*Standorte mit WBS-Kleinklassen
Rektorate der Weiterbildungsschule
WBS
Kohlenberg 27, Postfach 2027, 4001 Basel, Tel. 061 267 54 61
http://www.wbs-basel.ch
WBS Kleinklassen/Rektorat Kleinklassen
Kohlenberg 27, Postfach 1909, 4001 Basel, Tel. 061 267 54 75
http://kkl.edubs.ch
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